12 Rosita


12 Rosita

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Johann Georg Christian Apel – Canciones de guitarra

Rosita
(Karl Maisch)
 
Ein Mädchen, wie Aurora schön
Ging einst in einen Hain,
Und blieb im stillen Moose stehn,
Und Tränen fielen d’rein.
 
Ein Tränchen glänzt in ihrem Blick:
Der Mond schwamm hell darin.
„Ach!“ rief sie, „meines Lebens Glück,
Mein Alles ist dahin!“

Zwey Monden schon deckt dieses Moos
Den besten Sterblichen;
Er hört’ nicht in der Erde Schoß
Die Weste um ihn wehn.

„O Wilhelm! Wilhelm! Komm zurück!
Ach schlumm’re nicht so fest!“
Hier trübte sich ihr blauer Blick;
Sie schwieg vor Gram gepresst.

Es blitzte, eine Lichtgestalt
Mit leisem, sanftem Laut,
Von hoher Majestät umwallt,
Schwebt still den Hain herauf.

Blass schien der Mond, die Schöpfung zog
Den Abendtau an sich;
Die vorher ihre Wipfel bog,
Die dunkle Tanne schwieg.

„Komm Röschen! Komm! Ich schlumm’re nicht!“
So sprach die Lichtgestalt:
„Bald leuchtet dir das schöne Licht,
Das lieblich dich umwallt.

Entbunden dieser Hölle hier,
Die dich hienieden hält,
Geliebtes Röschen, schweben wir
In eine bess’re Welt.“

„Ach!“ rief sie mit entzücktem Thon,
„Bist du’s! Geliebter, du?
Ach, Wilhelm, sieh’ ich komme schon
Und wandle gern zur Ruh!“

Sie küssten sich. Der Hain erklang
Von süßen Harmonien;
Ein doppelt heller Schimmer drang
Durch alle Bäume hin.

Es schwankt die Birke hin und her;
Es bebt der Tannenbaum;
Der blasse Mond wallt glänzender
Durch Gottes blauen Raum.

Die Nachtigallen flöteten
So sanft, so süß, so rei;
Und helle Schimmer rötheten
Den dunklen Tannenhain.
 
Es drängten sich zwey Hügel auf,
Bestrahlt von Mondeslicht;
Zwey Rosenbüsche wuchsen drauf
Und zwey Vergissmeinicht.

Und Wilhelms Lichtegstalt erscheint
Mit Röschen jedes Jahr;
Und auf den Rosenbüschen weint
Ein Nachtigallenpaar.
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