05 Agnes an die Rose


05 Agnes an die Rose

Artikel-Nr.: a0004-05
0,99
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand


Johann Georg Christian Apel – Gesänge mit Pianoforte-Begleitung op. 4

7. Agnes an die Rose
(Karoline Louise Brachmann, 1777-1822)
 
Ach Rose! Süße Rose!
Wann blühst du wieder im Thal?
Wann singt im grünen Schoße
Des Hains die Nachtigall?

Wohl blick ich in die Weite,
Herab vom hohen Thurm,
Nur schneebedeckte Felder,
Nur öde sausende Wälder
Seh’ ich im Wintersturm.

Ach Lenz! Wo weilst du so lange?
Dich sucht mein weinender Blick!
Ich harre dein so bang!
Du meiner Kindheit Glück!

Wenn ich oft im stillen Zimmer
Traurig eingeschlummert bin,
Wird’s um mich wie Mondenschimmer,
Seh ich Wald und Hügel grün!

Froh durchsäuseln Melodien
Unser Gärtchen und das Schloss,
Meines Landes Rosen blühen,
Hier in wüster Fluren Schoß.

Die Lauben ich finde
In Düften sie ganz!
Ich hüpfe, ich winde
Mir Blüthen zum Kranz.
 
Ach Rose! Süße Rose!
Wann blühst du wieder im Thal?
Wann singt im grünen Schoße
Des Hains die Nachtigall?

Wohl blick ich in die Weite,
Herab vom hohen Thurm,
Nur schneebedeckte Felder,
Nur öde sausende Wälder
Seh’ ich im Wintersturm.

Ach Lenz! Wo weilst du so lange?
Dich sucht mein weinender Blick!
Ich harre dein so bang!
Du meiner Kindheit Glück!

Wenn ich oft im stillen Zimmer
Traurig eingeschlummert bin,
Wird’s um mich wie Mondenschimmer,
Seh ich Wald und Hügel grün!

Froh durchsäuseln Melodien
Unser Gärtchen und das Schloss,
Meines Landes Rosen blühen,
Hier in wüster Fluren Schoß.

Die Lauben ich finde
In Düften sie ganz!
Ich hüpfe, ich winde
Mir Blüthen zum Kranz.
 
Aber ach, so plötzlich wieder
Ist er hin der gold’ne Traum,
Meine Blüthen sinken nieder,
Ich erwach’ im öden Raum.

Stillt denn nichts mein heißes Sehnen?
Wohnst du denn so fern von hier?
Ach nur eines deiner schönen
Holden Kinder sende mir.
Diese Kategorie durchsuchen: Einzeltitel download